Hochwassereinsatz in Pischelsdorf und Neu-Pischelsdorf am 08-10. September 2007

Am Samstag den 08.09.2007 um 01:50 Uhr wurde die FF-Pischelsdorf mittels stiller Alarmierung zu einem Hochwassereinsatz ins Pischelsdorfer Siedlungsgebiet gerufen. Beim Eintreffen stand bereits die Bründelfeldgasse und die Weingartenstraße bis zu 40 cm unter Wasser.

Da sich der Werkskanal noch im Flussbett befand, versuchte man vorerst zu eruieren von wo das Wasser überhaupt herkam. Die Wassermassen kamen von der angrenzenden Au. Dort hatte sich das Wasser in den Abendstunden ausgebreitet und kam schließlich in der Nacht in die Siedlung. Es wurden die Verantwortlichen der Schleusen in Wasenbruck informiert, um die Schlausen zu schließen und die Wassermassen zu reduzieren. Da es mit dem Handynetz Probleme gab und nicht alle Einsatzkräfte die Alarmierung erhalten hatten, wurde über die Bezirksalarmzentrale die Wehr nochmals mittels Sirene alarmiert. Die Alarmierung mittels Sirene diente auch zum alarmieren der Ortsbevölkerung, da die meisten noch schliefen und durch die Feuerwehr nicht geweckt werden konnte. Die Feuerwehren Sommerein, Götzendorf, Mannersdorf und Trautmannsdorf wurden ebenfalls zur Unterstützung gerufen, um bei den Auspumparbeiten behilflich zu sein. Auch die Hochleistungspumpen des Katastrophenhilfszuges Bezirk Bruck/Leitha wurden zu Hilfe genommen um das Wasser so schnell als möglich wegzubefördern. Insgesamt waren 25 Häuser von den Wassermassen überflutet worden. Die Feuerwehren mussten nun in mühevoller Arbeit das Wasser aus den Kellern pumpen und halfen bei den Aufräumarbeiten mit. Erst gegen 21:00 Uhr konnte das Einsatzende bekannt gegeben werden.

Hochwasser in Neu-Pischelsdorf am 09.09.2007 & 10.09.2007:

Zwei einhalb Stunden später musste die Feuerwehr Pischelsdorf schon wieder ausrücken. Diesmal war es in Neu-Pischelsdorf zu einer Hochwasserkatastrophe gekommen. Die Fischa, welche an das Siedlungsgebiet angrenzte war über die Felder in die Siedlung vorgedrungen. Die Feuerwehr rückte um 01:32 Uhr aus, begann mit den ersten Auspumparbeiten und erkundete das Ausmaß der Überflutungen. Erst bei Tagesanbruch war das tatsächliche Schadensausmaß ersichtlich. Da die Kräfte bereits von den Arbeiten am Tag zuvor völlig erschöpft waren, wurde der Katastrophenhilfszug des Bezirkes Bruck/Leitha und Wien-Umgebung alarmiert.
Diese rückten gegen 09:00 Uhr an und begannen das Wasser abzupumpen. Mit einer Fördermenge von 45.000 Liter pro Minute wurden den ganzen Sonntag bis Montag früh die Wassermassen abgepumpt. Die Feuerwehr Pischelsdorf übernahm in dieser Zeit die Einsatzleitung und stellte die Versorgung für die eingesetzten Kräfte sicher. Am Montag gegen 8:00 Uhr wurden die Pumpen und Schläuche durch den KHD-Zug weggeräumt und es wurde bei den Reinigungsarbeiten mitgeholfen.

Die Feuerwehren Pischelsdorf und Götzendorf pumpten noch einige Keller aus und begannen gemeinsam mit der Feuerwehr Ebergassing mit den Aufräumarbeiten. Das noch sehr hohe Grundwasser und die Überflutung der angrenzenden Äcker machte es jedoch unmöglich alle Wassermassen aus den Kellern zu pumpen, da dieses immer wieder nachfloss. Um 18:00 Uhr konnte schlussendlich, inklusive der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, das Einsatzende bekannt gegeben werden.

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